Supra Swing


SUPRA SWING ist ein interaktives Schaukelobjekt, das auf den naturwissenschaftlichen Grundsätzen dreier gekoppelter Pendel, sogenannter „sympathischer Pendel“, basiert.

SUPRA SWING verweist auf unvorhergesehene kommunikative Prozesse und lädt zum Mitschwingen ein - Schaukeln als ein genuin freudvoller Prozess, in Schwung zu kommen.

Die Senatsverwaltung für Kultur und Europa hat zusammen mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und der Freien Universität Berlin im August 2019 den Kunstwettbewerb mit 12 deutschlandweit eingeladenen Künstler*innen für den Forschungsneubau für Supramolekulare Funktionale Architekturen an Biogrenzflächen (SupraFAB) an der FU Berlin ausgelobt.

Supra Swing

Die Energie der Schaukelnden wird, wie von Geisterhand gesteuert, von einem zum anderen übertragen. Es kann sich dabei ereignen, dass eine Schaukel nahezu stehen bleibt, während die andere(n) dynamisch höher streben – im nächsten Moment kann sich dieses Prozedere vollkommen umkehren...
Visualisierung: Danny Liebisch

Supra Swing

Baubeginn


Kartierungen fremdbestimmter Lebenszeit

„Kartierungen fremdbestimmter Lebenszeit“ umfasst eine Sammlung von vierzehn Drucken, die im Risographie-Verfahren erstellt wurden. In den psycho(geo)grafischen Karten werden Raumwahrnehmung, Zeitlichkeit und die Intensität subjektiver Erlebnisse in ihrer Korrelation visuell repräsentiert. Die Kartenformationen sind im Rahmen des Selbstexperimentes „14 Tage fremdbestimmt“ entstanden. Das Experiment bestand darin, dass 14 Tage Lebenszeit der Künstlerin durch vollkommen fremde Menschen organisiert und vorgegeben wurden. Jeden Tag bekam die Künstlerin einen Tagesplan zugeschickt, führte ihn aus und lebte in einem extern determinierten Zeitkorsett.



Kartenedition

Ausstellungsansicht, Mantik Berlin Foto: Christiane Hantzsch

Kartenedition

Karte Tag 1 Foto: Christiane Hantzsch


Kartenedition

Karte Tag 7 Foto: Christiane Hantzsch




Kartenedition

Handelsverlauf der Handlungen der Künstlerin und der/des Fremden


Cave Community

In Zusammenarbeit mit den Künstler*innen Elisa Dierson, Felix Stumpf und dreizehn Kindern entstand im Haus der Statistik am Alexanderplatz in einem drei tägige Workshop eine Rauminstallation, ein Höhlendorf. Die Kinder haben aus Stoff, Karton, Seil und Holzlatten als Ausgangsmaterialien in Teams ihre eigenen Höhlen gebaut. Es wurden experimentelle Räume gesägt, geknotet, aufgespannt: Ein Dorf mit vier Höhlen und dem Versammlungsort in der Mitte. Auf diesem wurden gemeinschaftliche Belange behandelt. Eine kleine autonome Kommune entstand, in welcher am Ende sogar eine eigene Dorfpolizei gewählt wurde.

Höhlendorfworkshop

Höhlendorfworkshop in der Werkstatt der Initiative Haus der Statistik


Höhlendorfworkshop

Außenansicht, Blick in den alten Fahrradladen


Handbuch zur Überwindung der Zeit

Das Handbuch zur Überwindung der Zeit zeigt die Auseinandersetzung mit der Echtzeit individuellen Erlebens und ihrer medialen Repräsentation.

Zeit, als eine Grunddeterminante des Lebens, wird im Handbuch zur Überwindung der Zeit in ihrer Komplexität vergegenwärtigt. Jede*r Leser*in kann im Laufe der Lektüre ihre besondere Art und Weise der Zeitüberwindung zu fassen bekommen – und sei es nur für einen Augenblick. Das Handbuch zur Überwindung der Zeit ist ein Hand gebundenes Unikat – ein künsterisches Sammelsurium. Arbeiten, die zum Thema Zeitwahrnehmung entstanden sind werden visualisiert, diskutiert und reflektiert.

Zum Anfassen, Aufschlagen, Durchblättern und Eintauchen: Das Handbuch zur Überwindung der Zeit ist eine Einbuchbibliothek – Da es 2018 in die Sammlung der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar übergegangen ist, kann es von nun an im Hauptlesesaal des Studienzentrums gelesen werden.


andbuch zur Überwindung der Zeit

Ausstellungsansicht, Kunsthalle am Hamburger Platz Berlin Weißensee



Handbuch zur Überwindung der Zeit

Ausstellungsansicht, Kühlhaus Berlin


sensing bees

Sensing Bees ist ein patizipatives Kunstprojekt der Künstlerinnengruppe Moabees, das im Rahmen von BeeCoin entstanden ist. Der BeeCoin ist eine Kryptowährung, die auf dem Wohlergehen von Bienen beruht und wurde in Zusammenarbeit von KUNSTrePUBLIK mit Hiveeyes, Nascent und Moabees im Haus der Statistik am Alexanderplatz entwickelt.

Die Künstlerinnen und Imkerinnengruppe Moabees arrangiert Besuche bei den Honigbienenvölkern, die im Haus der Statistik leben und arbeiten. Eine Auseinandersetzung mit den in den Völkern installierten Prozessor-Sensoren, den menschlichen Sinnesapparaten und dem Bienenauge. Die Umgebung der Völker wird mit einer Bienenkamera gescannt. Artefakte aus dem Haus und dessen Hof werden gesammelt und die Fundstücke mithilfe des fotochemischen Verfahrens der Cyanotypie abgelichtet. Als Belichtungsquelle dient ultraviolettes (Sonnen-)Licht, das die Bienen erkennen können, während es für menschliche Augen normalerweise unsichtbar bleibt.

Sensingbees

Biene die im Haus der Statistik lebt und arbeitet

Sensingbees

Workshop Sensing Bees im Haus der Statistik, Belichtung der Cyanotypien



Sensingbees

Ausstellungsansicht Cyanotypien der Fenster aus dem Haus der Statistik, Berlin Art Week


floating pollen

Im Luftraum vor der Galerie im Körnerpark schwebt ein großes Pollenkorn. Es ist ein überdimensioniertes „pflanzliches Aerosol“. Die Installation Floating Pollen setzt einen Makrofokus auf Pollenkörner – sie zirkulieren in der Luft, bestäuben Blüten und werden von uns eingeatmet. Unter dem Mikroskop betrachtet wird ihre vielseitige Geometrie sichtbar. Das Pollenkorn im Körnerpark schwingt und dreht sich in der frischen Luft. Blütenblatt- und Bienenwabenformen erscheinen und überlagern sich.

Floating Pollen ist eine optimistische Aerosolskulptur.Die Arbeit entstand 2020 in Auseinandersetzung mit den unsichtbaren Partikeln, die uns in der Luft umgeben. Seit Beginn des Lockdowns und der Schließung der Kulturbetriebe zeigt die Galerie im Körnerpark aktuell Kunst im Außenraum. In Zusammenarbeit mit Elisa Dierson. #KAMEL

flp

Aerosol im Luftraum vor der geschlossenen Galerie im Körnerpark 2020

flp




KATJA MARIE VOIGT



Projekte, Förderungen


2021 // Realisierung Supra Swing / 1. Platz Kunst am Bau Wettbewerb Forschungsneubau supraFAB Freie Universität Berlin

2021 // CO–founder Siebdruck-Riso-Fusion / offene Werkstatt Gropiusstadt

2018 - 2022 // PFUSCH! Pfusch am Bau Kunst am Bau / gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BKJ)

2013 - 2022 // Moabees – ein Pilotinnenprojekt am ZK/U Berlin / gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BKJ)

2017 - 2018 // NACHT / gefördert vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung

2017 // CO-founder Tiny Penthaus / Projektraum / im Rahmen des Initiativenzusammenschlusses ZUsammenKUNFT / Pilotprojekt Initiative Haus der Statistik in Berlin Kreuzberg

2016 - dato // CO-founder Penthaus für schöne Formate / Druckstudio für Risographie

2016 - 2017 // Kunstpostamt / gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BKJ)

2012 - 2013 // Bienenbewegung / gefördert vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung

Auswahl Ausstellungen


2020 // Aerosol im Körnerparl / Kunst im öffentlichen Raum / Galerie im Körnerpark Berlin

2020 // Berliner Blau / Galerie im Körnerpark Berlin

2020 // Kartierungen fremdbestimmter Lebenszeit / Mantik Berlin

2019 // Sensing Bees / Im Rahmen von BeeCoin, Statista, Berlin Art Week// Ein Projekt von Hiveeyes, Nascent, KUNSTrePUBLIK, Moabees /

2019 // DRUCK DRUCK DRUCK / Kuratiert von Nina Prader und John Z. Komurki / Galerie im Körnerpark Berlin

2019 // Lecture / Tiny Data – failure & utopia / 10th SAR International Conference on Artistic Research Zurich University of the Arts

2019 // Manifest of Practice / Bauhaus 100 / Thüringer Staatskanzlei, Berlin

2018 // Lange Nacht der Bilder / Alte Gießerei Berlin

2018 // Lecture / Bauhaus Universität Weimar / [dis]solving boundaries – Young Bauhaus Research Conference

2018 // The Vivid Unknown / Kunstraum rosalux Berlin

2017 // Die Kapelle und das spezifische Gewicht der Zeit / kuratiert von Anne Brannys / ehem. Kapelle im Stadtschloss Weimar

2016 // Künstlerinnengruppe Moabees / HONIGKINO #3 / ZK/U Berlin

2015 // AREYOUTHERE? / L40, Verein zur Förderung von Kunst und Kultur am Rosa-Luxemburg-Platz e.V.

2014 // IMAGO / Galerie Zwitschermaschine, Berlin

2014 // REIF / Kühlhaus Berlin

2014 // TI:ME / Salon am Moritzplatz Berlin / kuratiert von Mari Poller

2013 // Lecture / HANDBUCH ZUR ÜBERWINDUNG DER ZEIT / Kunsthalle am Hamburger Platz, Berlin Weißensee

2013 // 7LOCOMOTION / Kunsthalle am Hamburger Platz, Berlin Weißensee

2012 // MONHABITE EINE EXPEDITION/ ZK/U (Zentrum für Kunst und Urbanistik, Berlin)

2011 // Lecture / IBA LABOR Kunst Stadt, Hamburg / mit dem Club der internationalen Raumforscher Berlin


PhD candidate, Freie Kunst, Bauhaus Universität Weimar

Master of Arts, Kunst im öffentlichen Kontext, Weißensee Kunsthochschule Berlin

Vorsitzende Kunst Werk Stadt Berlin e.V.

Bachelor of Science, Architektur, Technische Universität Berlin

Gründungsmitlgied Künstlerinnen- und Imkerinnengruppe Moabees



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